Der Ätna kocht über
Noch kurz vor meiner Abreise nach Catania dachte ich an die Meldungen über den Ätna, die immer wieder mal in den Nachrichten aufgetaucht waren. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf den Weg – einerseits stellte ich mir einen Ausbruch unheimlich interessant vor, andererseits war mir doch auch etwas mulmig zu Mute.
Nachdem die Reisegruppe dann im Hotel in Giarre am Fuße der „Signora Etna“ ,wie die Sizilianer ihren Vulkan liebevoll nennen, eingetroffen war, erlebten wir einen schönen Eröffnungsabend mit Köstlichkeiten der sizilianischen Küche und Keller. Am nächsten Tag stand Taormina auf dem Programm, bevor wir am späten Nachmittag das Weingut Murgo bei Santa Venerina besuchen wollten. Nach einer abwechslungsreichen Sekt- und Weinprobe nebst Abendessen verließen wir im Dunkeln das Weingut und spürten Regen, der kein Regen war. Es war eine Aschewolke und am Hang sahen wir dann auch schon die glühende Lava aus dem Ätna hervorquellen. Die Italiener blieben gelassen, also blieben wir es auch, versuchten es zumindest. Nach der Rückkehr ins Hotel konnten wir von der Dachterrasse aus das Schauspiel weiter verfolgen, natürlich mit einem Glas Wein in der Hand.
Nach einer Woche vollgefüllt mit den unterschiedlichsten Eindrücken, wie beispielsweise dem Schokoladenfestival in der Barockstadt Modica, den Amphorenweinen des Weingutes Cos und vielen anderen Weinen der Region kann man kaum sagen, was das Eindrucksvollste war. Aber der Ausbruch des Ätna gehörte sicherlich dazu! Dass Sie dieses Schauspiel im nächsten Jahr wieder erleben, kann ich Ihnen nicht versprechen. Aber auf jeden Fall wieder ein so abwechslungsreiches Programm wie in diesem Jahr. Also nächstes Jahr einfach mitkommen, es lohnt sich.


Lichterfest und Weingenuss unter toskanischer Sonne
Strahlend blauer Himmel und Temperaturen von teils über 30 Grad. Bei unserer Herbstreise zeigte sich die Toskana nicht nur wettermäßig von ihrer besten Seite. Alleine schon der erste Abend bleibt uns durch den Genuss einer wundervollen Bistecca Fiorentina in bester Erinnerung. Alberto, der Koch unseres Agriturismo Colognole versteht es, dieses Rindersteak ohne viele Zutaten so perfekt zuzubereiten, dass wir uns für den Rest der Woche am liebsten nur noch davon ernährt hätten. Was angesichts des weiteren Programms sicher schade gewesen wäre. So durften wir in Florenz noch wunderbare Crostini mit so schmackhaften Belägen wie Birne/Gorgonzola oder Steinpilzen genießen, Risotto mit Zucchiniblüten, für die Toskana typische Salami- und Schinkenspezialitäten oder in Panzano hausgemachte Papardelle mit Wildschweinragout.
Doch neben all diesen kulinarischen Leckereien kommen selbstverständlich auch die wunderbaren Weine der Toskana nicht zu kurz. Bei unserem Besuch des Weinfestes in Panzano konnten wir ausgiebig mit den Vertretern des Chianti Classico Bekanntschaft machen und konnten schmecken, wie unterschiedlich Wein aus der Sangiovesetraube in den verschiedenen Regionen der Toskana schmecken kann. Ein besonderes Erlebnis war dabei auch unsere Weinprobe in den beeindruckenden Kellergewölben einer Enothek in Lucca, wo wir neben regionalen Weinen auch leckeren Käse verkosten konnten. Damit nicht der Eindruck entsteht, wir hätten außer Essen und Trinken in dieser Woche nicht anderes gemacht, hier noch ein Einblick in unsere kulturellen Erlebnisse: Anna, unsere Stadtführerin in Lucca, zeigte uns Gässchen und Winkel dieser so einmaligen Stadt, die wir selbst nach unzähligen Aufenthalten in Lucca noch nicht kannten. Zur Einstimmung auf die beeindruckende und auf ihre Art sicher einmalige Lichterprozession, die wir am Abend miterleben konnten, erzählte uns Anna viel von der Geschichte und den Ursprüngen dieser Prozession.
In Florenz durfte sich dann jeder nach eigenem Gusto austoben. Da Florenz so viel zu bieten hat – Kunst und Kultur (Dom, Uffizien, David-Statue des Michelangelo), Oasen der Ruhe (Gärten von Boboli) und selbstverständlich eine unbeschreibliche Auswahl an Cafés und Geschäften: von kleinen Galerien oder Souvenirgeschäften bis zu Boutiquen aller bekannten italienischen Designer – wollten wir hier keine Vorgabe mit einer speziellen Führung machen. Ein besonderes Erlebnis war sicher auch unser Besuch des Weingutes Badia Coltibuono in der Nähe von Gaiole in Chianti. Dieses Weingut ist in den beeindruckenden Gemäuern eines ehemaligen Kloster beheimatet und zum Gut gehört ebenfalls noch ein faszinierender Barockgarten. Und als krönender Abschluss des ganzen dann ein wundervolles Abendmenü, zu dem diese Weine aufs vortrefflichste passten. Womit wir schon wieder beim Genießen wären!
Franken – Weintradition und kulinarische Gastlichkeit
Dass das Anbaugebiet Franken in Sachen Gastlichkeit sehr viel zu bieten hat, möchten wir Ihnen mit unserem Genießerwochenende präsentieren. Neben dem Silvaner – der fränkischen Prestigerebsorte – steht die raffinierte fränkische Küche im Mittelpunkt. Im Rahmen eines Kochkurses haben Sie die Möglichkeit, selbst den Kochlöffel zu schwingen und regionale Spezialtäten modern interpretiert selbst zuzubereiten.
In Iphofen, unser Zuhause für dieses Wochenende, gibt es zahlreiche Prädikatsweingüter, denen wir im Rahmen einer Wein-Erlebnisführung einen
Besuch abstatten werden. Darüber hinaus steht das Weingut Domäne Castell auf unserem Programm, bevor wir am Sonntag im Restaurant Alter Esel unter fachkundiger Anleitung ein 4 Gänge Menü zubereiten.


