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Auch in der Toskana gibt es immer wieder Neues zu entdecken

Mai 5, 2017

Unser Auftakt 2017 in Italien hatte es in sich! Wir hatten dieses Mal eine besonders weinlastige Tour zusammengestellt, da wir in 5 Tagen insgesamt 6 Weingüter in verschiedenen Zonen des Chianti Classico, Chianti Rufina, Colline Pisani und Colline Lucchesi besucht haben. Viele dieser Betriebe arbeiten biologisch bzw. biodynamisch und haben unserer Gruppe ein breites Spektrum ihres Könnens gezeigt. Für viele unserer Gäste war insbesondere der Besuch der renommierten Tenuta di Valgiano ein besonderer Höhepunkt der Reise. Das Weingut liegt in der DOC Zone um Lucca – die Colline Lucchese –, die bereits seit 1968 als DOC Bereich eingetragen ist. Neben den typischen toskanischen Reben wie Sangiovese, Canaiolo und Ciliegiolo findet man hier bedingt durch seine historischen Verbindungen zu Frankreich auch Merlot und Syrah in den Rebanlagen, die zu interessanten Cuvees ausgebaut werden. Im Rahmen eines Mittagsmenüs konnten wir verschiedene Jahrgänge probieren und beim Gang durch den Weinberg auch viel über die Weinbergspflege erfahren. Die historische Villa, von deren Terrasse man einen unvergleichlichen Blick über Weinberge bis hin nach Lucca hat, hat uns neben den wunderbaren Weinen besonders beeindruckt. Später dann in Lucca gewährte uns eine schöne Querverkostung in der traditionsreichen Weinhandlung Vanni kurze Eindrücke zu den Weinen von Montalcino, Montepulcliano, Carmignano, Bolgheri sowie in die Syrah Enklave um Cortona. Somit haben wir auch diesen Regionen der Toskana zumindest einen kurzen Besuch abgestattet.

Selbstverständlich durfte auch ein Bummel durch die verwinkelten Gassen Luccas nicht fehlen. Die Stadt konnte sich zum Glück noch viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahren. Eine komplett erhaltene Stadtmauer, die zum Flanieren einlädt, der Platz des antiken Amphitheaters mitten in der Stadt, schöne Geschäfte mit verlockenden Auslagen – hier fühlt man sich immer weit weg von Souvenirständen oder sonstigen Touristenfallen. Ein leckeres Abendessen in einer lokalen Osteria beendete einen erlebnisreichen Tag, sodass wir mit vielen Eindrücken wieder die Heimfahrt zu unserem Quartier im Chianti Rufina antreten konnten.

Natürlich bot auch das Chianti Classico Gebiet zwischen Siena und Florenz gelegen viele interessante Eindrücke mit den lokalen Winzern. Zwei von Ihnen, die Weingüter le Filigare und Candialle haben wir besucht und konnten uns von den hohen Qualitäten dieser kleinen Erzeuger überzeugen. Im Chianti waren selbstverständlich auch Zwischenstopps in Greve und Panzano in Chianti vorgesehen, kleine pittoreske Weinbaugemeinden, in denen sich verständlicherweise fast alles um Weinbau dreht. Und wer mochte, konnte in der Enoteca von Greve noch einige weitere Weine der Toskana verkosten, denn die originellen „Zapfstellen“ bieten hier unzählige Probiermöglichkeiten in allen Preiskategorien.

Unsere Unterkunft – das Agriturismo Colognole – war wieder einmal der perfekte Ausgangspunkt für alle unsere Unternehmungen und der große runde Tisch im Eingangs-bereich der Gästevilla war beliebter Treffpunkt für einen Schlummertrunk zum Abschluss unseres Tagesprogramms.

 

 

 

 

 

 

Unsere Saisoneröffnung 2017: Elsass -Südpfalz

April 4, 2017

Nein, es war kein Aprilscherz! Am 1. April starteten wir unser Jahresprogramm mit der Tagesfahrt Elsass – Südpfalz. Nach dem von vielen Gästen schon mit großer Vorfreude erwarteten 2. Frühstück führte uns unser erster Weingutsbesuch nach Ottrott. Diese Weinbaugemeinde an der elsässischen Weinstraße ist bekannt für seinen Rotwein, den „Rouge d’Ottrott“, der natürlich auch bei unserer Verkostung im Weingut Fritz Schmitt auf der Probeliste stand. Das Elsass ist normalerweise eher für Weißweine, wie Riesling und Gewürztraminer bekannt, doch dieser Rotwein aus der Pinot Noir Traube, der gerne auch einmal leicht gekühlt getrunken wird, ist wirklich eine Besonderheit und kam bei unseren Gästen auch sehr gut an.

Unsere Mittagspause verbrachten wir dann im nahegelegenen Obernai. Eine elsässische Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Zahlreiche Fachwerkhäuser in den fürs Elsass typischen Farben, unzählige Bistros, Patisserien und Feinkostgeschäfte luden zum Bummeln ein und ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Am Nachmittag erwartete uns dann Sven Klundt vom gleichnamigen Weingut vor den Toren von Landau. Wir hatten das Elsass inzwischen schon wieder verlassen und starteten unsere zweite Weinprobe an einem Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über die umliegenden Weinberge. Bei strahlendem Sonnenschein hatte Sven Klundt zahlreiche Informationen zu seinen Weinen, den Besonderheiten der verschiedenen Böden und der Philosophie seiner Weinbereitung parat. Und seine Weine wussten ebenfalls zu begeistern. Hier war es besonders interessant, die Rieslinge mit den elsässischen Rieslingen am Vormittag zu vergleichen. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie unterschiedlich ein und dieselbe Rebsorte in den verschiedenen Regionen mit ihrem ganz eigenen Terroir schmecken kann.

Der Ausklang des Tages fand dann in Landau in der Weinstube „Zur Blum“ statt. Alleine schon die Lage in dem historischen Frank-Loebschen-Haus ist wirklich unvergleichlich und Pfälzer Spezialitäten, wie natürlich Saumagen, Bratwurst oder aber auch ein schmackhafter Rollbraten der Landmetzgerei Kieffer  machten Lust auf ein Wiedersehen.

Südtirol im Advent – vorweihnachtliche Genießerreise ins Eissacktal

Dezember 8, 2016

Nun ging es also erneut nach Südtirol und mit der Goldenen Palme im Gepäck sollte es eine ganz besondere Reise werden. Das Eissacktal im Winter zeigte sich leider nicht von seiner winterlichsten Seite, denn der kurz zuvor gefallene Schnee war schon wieder abgetaut. Aber zumindest die Bergspitzen trugen img_0957-rueckfahrt-vom-stafler-2016-niedrignoch weiße Mützen. In unserem Hotel, dem Romantikhotel Stafler, herrschte bei unserer Ankunft noch Feierstimmung, denn Chefkoch Peter Girtler, der im Vorjahr mit einem zweiten Michelinstern ausgezeichnet worden war, konnte ihn bei der diesjährigen Prämierung verteidigen. Gleich zu Beginn unseres Reiseprogramms standen wir dann auch bei ihm in der Küche und legten mit unserem Kochkurs „Weihnachtsmenü in 4 Gängen“ los. Gemeinsam mit seinem Koch Luca bereiteten wir frischen Saibling in zwei Variationen zu. Weiter ging es mit Kürbisravioli, Kalbsschulter sowie Birnensorbet mit Topfenknödel und weißem Schokoladenespuma. Nachdem alle freudig mitgekocht hatten, wurde das leckere Menü natürlich auch genossen und Hotelchefin Angelika hatte dafür auch gleich die passenden Südtiroler Weine parat.

Pünktlich zu seiner Eröffnung haben wir dann den Brixener Weihnachtsmarkt besucht, der mit seinemdsc_0586-kochkurs-stafler-2016-niedrig Lichtermeer gleich eine besinnliche, weihnachtliche Atmosphäre verbreitete. Natürlich haben wir, da wir gerade in Brixen waren, auch ein typisches Eisacktaler Weingut besucht. Hannes Baumgartner führte uns durch den oberhalb von Brixen gelegenen Strasserhof und präsentierte seine leckeren Weißweine. Als weiteres Weingut, ebenfalls zum Verband der freien Weinbauern Südtirols gehörend, besuchten wir am Folgetag das Weingut Carlotto. Der Betrieb befindet sich in der Nähe von Tramin und ist somit prädestiniert für kräftige Rotweine aus der Lagreintraube und elegante Blauburgunder. Der Kellere in Tramin statteten wir anschließend ebenfalls einen Besuch ab. Die Kellerei besticht zum einen mit ihren vielfach ausgezeichneten Weinen, zum anderen ist sie aber auch für Architekturfans überaus sehenswert.

Weitere Station unserer Reise war darüber hinaus Meran. Die schöne Stadt an der Passer hatte sich auch schon weihnachtlich geschmückt und neben einem weiteren Bummel über den dortigen Weihnachtsmarkt lockte dort besonders die Vielzahl an Geschäften. Wer mochte, konnte aber auch die schöne Natur genießen und eine Wanderung nach Dorf Tirol unternehmen. Als weiteren Höhepunkt haben wir im Villnösser Tal noch die dort beheimateten Brillenschafe besucht, die zu dieser Jahreszeit bereits im Stall untergebracht waren. Wir erlebten eine interessante Führung auf dem Blosegghof und konnten uns später auch von den schönen Produkten dieser vom Aussterben bedrohten Schafsrasse, die in früheren Zeiten ein wichtiger Wolllieferant war, überzeugen.

Haben Sie Ende November 2017 schon etwas vor? Nein? Dann kommen Sie doch einfach mit, denn wir sind sicher wieder im weihnachtlichen Südtirol zu Gast!

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Wein, Reis, Trüffel, Schokolade – Schlemmen und Genießen ohne Ende

Oktober 25, 2016

Der Wettergott meinte es mal wieder gut mit uns: den ersten Teil unserer einwöchigen Tour führte uns zunächst in das nördliche Piemont, eine Landschaft, die durch Reisfelder geprägt ist. Und diese Reisfelder blog-reisfelder-mit-alpenpanorama-dsc_0958leuchten in der Herbstsonne bernsteinfarben und tauchen die Umgebung unseres Hotels in sattes Gold. Die Reisernte war in vollem Gange, sodass wir uns direkt vor Ort auch über die Reisproduktion früher und heute informieren konnten. Begleitet wurden wir dabei von Claudia, einer inzwischen im Piemont ansässigen Berliner Künstlerin, die sich mit ihrer Kunst dem Reis verschrieben hat. Doch auch im nördlichen Piemont wird Wein angebaut, für uns ein weiterer Grund, dort Station zu machen. Im Anschluss an die Besichtigung der Reisproduktion von Acquerello ging es dann zu Travaglini, einem bekannten Rotweinerzeuger in Gattinara, der uns mit seinen – hauptsächlich aus Nebbiolo gekelterten – Weinen ins Schwärmen brachte.

Auf unserem Weg in die zweite Region unserer Weinreise durchs Piemont reisten wir über Moncalvo und Asti nach Cherasco. Ganz klar, dass wir nach einer kurzen Entdeckungstour durch die Stadt auch blog-img_0577-ristorante-balinWeingüter in der Langhe kennenlernen wollten. Hierzu ging es u.a. nach Barbaresco, wo gerade die Winzer im Treckerstau standen, um ihre Trauben bei der dortigen Cantina abzugeben. Natürlich wird das Lesegut genauestens kontrolliert, bevor es in die Kelter kommt. Das Weingut Moccagatta, ein kleiner aber feiner Produzent kurz vor den Toren Barbarescos wartet im Anschluss auf unseren Besuch und präsentierte stolz seine Weine.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch viel zu berichten, aber kommen Sie doch beim nächsten Mal einfach mit! Dieses Jahr war auch die Landeshauptstadt Turin Ziel eines unserer Tagesausflüge. Die Stadt, die mit einigen Viertausendern der Seealpen als Hintergrundkulisse ein besonderes Panorama zu bieten hat, verfügt über eine Vielzahl wunderschöner Sehenswürdigkeiten. Die vielen historischen Kaffeehäuser gehören auch dazu, wie beispielsweise das Caffè Stratta an der schönen Piazza San Carlo gelegen. Denn hier dreht sich ausnahmsweise mal nicht alles nur um Wein sondern auch um guten Kaffee und Schokolade. Genüsse, die wir ebenfalls zu schätzen wissen!

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Triest & Udine, Friulano & San Daniele – Friaul wir kommen !

August 24, 2016

Vor kurzem waren wir zum wiederholten Mal auf Entdeckertour im Friaul unterwegs, denn 2017 wollen wir Ihnen eine tolle Tour dorthin anbieten. Die schöne Weinregion des Collio rund um Cormons kurz vor der slowenischen Grenze bietet viele leckere Weißweine aus internationalen Rebsorten. Aber auch Weine aus regionalen, autochtonen CollioRebsorten,  wie bspw.  Ribolla gialla und Friulano gilt es dort zu entdecken. Sehr gute Merlots kommen aus der Region, ja wirklich, auch ich, der nicht unbedingt ein Freund dieser Rebsorte ist, durfte hier schöne Entdeckungen machen.

Neben dem Wein bietet das Friaul aber noch unzählige andere Spezialitäten. So kommt beispielsweise auch der weltberühmte San Daniele Schinken von dort! Und die bekannten Kaffeeröstereien wie Illy und Hausbrandt haben in Triest ihren Sitz. Triest, eine wunderschöne Stadt am Meer, unweit der Weinregionen gelegen bietet eine ganz besondere Atmosphäre: deutlich sind die Einflüsse Geschichte unter habsburgischer Herrschaft noch zu spüren. Und auch die unmittelbare Lage an der Grenze zu Kroatien und Slowenien hinterlässt ihre Spuren. Der Karst, die rauhe Landschaft im Hintergrund bietet eine wunderbare Kulisse, die diese Stadt einzigartig macht.  Besonders angetan hat es uns die sehenswerte Stadt Udine, nach Triest die zweitgrößte Stadt der Region. Nicht zu groß, nicht zu klein, wunderschöne beeindruckende Sehenswürdigkeiten, lebendige Gassen mit unzähligen Cafés, Bars und Geschäften – hier ist es wieder, das italienische Leben, das uns immer wieder aufs Neue begeistert. Udine - Loggia del Lionello

Der kulturelle Mix der Region hat uns besonders fasziniert, die Einflüsse Venedigs sowie der österreichische Einfluss der Habsburger. Daher bietet Triest bspw. auch sehr viele schöne Kaffeehäuser aus dieser Zeit aber auch viele moderne Gastronomiekonzepte laden zum Besuch ein. Und die sternförmige Anordnung der Stadt Palmanova als ehemalige Festungsstadt der Republik Venedig ist schon etwas ganz besonderes. Nicht zu vergessen, die Lagunenstadt Grado…. Sie sehen, ich kann eigentlich gar nicht mehr aufhören zu schwärmen! Wir machen uns jetzt an die Planung für nächstes Jahr und stellen für Sie eine interessante Reise zusammen. Diese wird wahrscheinlich Mitte September 2017 stattfinden, weitere Details dazu demnächst auf unserer Homepage.

Landschaft Friaul

Trentino – Venetien: gleich zwei Regionen auf einen Streich

Juli 8, 2016

Im Juni haben uns die Regionen Trentino & Venetien zu einem Besuch eingeladen und gleich vier schöne Weinbauregionen standen auf dem Programm. Trentino, Soave, Prosecco und natürlich auch die Valpolicella Region mit dem berühmten Amarone. Es versteht sich daher nahezu von selbst, dass bei diesen Reisen jeder Gast seinen persönlichen Lieblingswein egal ob Rot oder Weiß, ob als Frizzante oder als Stillwein ausgebaut, finden würde.

DSC_0321 Duca di Dolle 2016 niedrigNamhafte Weingüter wie Pojer e Sandri, wo wir von Betriebsinhaber Mario Pojer persönlich geführt wurden und bei dem sogar eine schöne Videoimpression von unserem Besuch gedreht wurde, Inama, Sorelle Bronca, Allegrini und die biodynamisch arbeitende Winzerin Mariella Cameriani vom Weingut Corte Sant’Alda sind nur einige Stationen, die im Rahmen der beiden Reisetermine angesteuert wurden.

Venetien ohne Palladio? Das geht natürlich nicht und so hat uns unsere lokale Guide Claudia mit auf die Reise in die vergangenen Zeiten des berühmten Architekten Andrea Palladio genommen. Entlang der Proseccostraße findet man viele interessante Stationen, die oftmals neben der vermeintlichen „Hauptattraktion“ Venedig mit seiner Strahlkraft in den Hintergrund treten, aber ebenso sehenswert sind, wovon sich nun viele Gäste auch persönlich überzeugen konnten.

Und dann war da natürlich noch Wolfgang Pade, der uns begleitende Spitzenkoch von Pades Restaurant aus Verden.DSC_0229 Kochkurs Pade 1 niedrig In unserer Unterkunft Duca di Dolle, nebenbei bemerkt ein hochwertiger Prosecccowinzer, haben wir eine faszinierende Zeltkonstruktion vorgefunden, die mit einer Küche ausgestattet war und die somit die Basisstation für zwei tolle Kochkurse mit dem Verdener Spitzenkoch war. Gekocht wurde natürlich mit lokalen Produkten, u.a. mit den ersten frischen Steinpilzen der Saison und zum Abschluss gab es eine Granitè von Honigmelone mit Grappa, denn auch die berühmte Stadt Bassano del Grappa – Heimat vieler namhafter Grappaproduzenten – war eine Station unserer kulinarischen Reise.

Videoimpression bei unserem Weingutsbesuch bei Pojer e Sandri

 

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Toskana: einfach immer wieder schön… und lecker!!

Juni 15, 2016

Da ich selbst einmal längere Zeit in der Toskana gelebt habe und dort sozusagen “alles angefangen hat”, freue ich mich natürlich immer sehr, wenn ich mit einer Reisegruppe wieder in der Toskana unterwegs sein kann. In diesem Jahr waren es 5 Tage und gerade für eine so kurze Zeit fällt die Auswahl der zu besuchenden Orte und Weingüter sehr schwer. Denn Weingüter und Sehnsuchtsorte hat die Toskana ja nun reichlich zu bieten.

CIMG0173 Siena niedrigDa unsere Unterkunft, das Agriturismo Colognole, selbst Wein produziert, lag es nahe, dort unsere Begegnung mit den unterschiedlichen Spielarten des Chianti zu starten. Mario, einer der Inhaber, führte uns persönlich in die Weinberge, um uns anschließend in einer Vertikalverkostung seine Chianti und Riserva sowie die kräftigen Olivenöle des Gutes vorzustellen. Bereits am späten Nachmittag hatten wir eine Vergleichsmöglichkeit, denn nach unserem Besuch in San Gimignano folgte die Kellerei Montellori, die neben leckeren Rotweinen auch mit einem schönen Spumante sowie einem traditionellen Vin Santo begeisterte. Und Virgilio, der Kellermeister von Montellori ist mit seinen anschaulichen Erklärungen und seiner herzlichen Art eh immer einen Besuch wert.

Der Wettergott meinte es während unserer Reise leider nicht immer gut mit uns, allgemein ist der bisherige Sommer in der Toskana sehr verhalten, aber dies gilt ja auch für viele Regionen innerhalb Deutschlands. Doch natürlich ließen wir uns die Stimmung vom Wetter nicht vermiesen, denn auch weitere schöne Orte wie Arezzo, Siena und Greve in Chianti sowie die berühmte Straße durch das Chianti Classico – die Chiantigana – standen auf dem Programm. Und selbst gekocht wurde übrigens auch: bei einem Besuch des renommierten Weingutes Badia Coltibuono stand zunächst ein Rundgang inkl. Weinprobe auf dem Programm, bevor wir dann unter fachkundiger Anleitung unser Menü für das Abendessen zubereiteten. Serviert wurde das Ganze dann am Abend im stilvollen Ambiente der ehemaligen Abtei.

CIMG0199 Dario Panzano niedrigZum Abschluss der Reise besuchten wir dann noch den toskanischen Kultmetzger Dario Cecchini, der die typische Bistecca Fiorentina in Perfektion zubereitet und serviert. Das große 5 Gänge Menü von Dario, zugegeben ein Traum für Fleischliebhaber, kann man durchaus als Show bezeichnen. Eine Show jedoch, bei der die Qualität stimmt und die mit ihrem typisch toskanischen Flair begeistert. Als Begleitung zum Essen haben wir dann bereits erste Weine der von uns besuchten Weine genossen und uns an die schönen Momente auf den Weingüter erinnert. Denn hier in Panzano, im Herzen des Chianti Classico ging eine schöne Reise zu Ende und viele Gäste waren schon mit der Planung für den nächsten Toskana-Besuch beschäftigt. Wir kommen sowieso wieder – voraussichtlich Ende April 2017 heißt es wieder – Ciao Bella Toskana!

CIMG0178 Weingut Filigare niedrig