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Unterwegs im Nordpiemont – spannende Weinerlebnisse in weniger bekannten Weinbauregionen

April 26, 2019

Eine schöne Piemontreise ist zu Ende gegangen, die uns vom Lago Maggiore aus unter anderem in das Nordpiemont geführt hat. Mit einer Bootstour bei herrlichem Wetter vorbei an den borromäischen Inseln führte uns unsere Reise zunächst nach Novara, dem Zentrum des Reisanbaus in Italien. Von dort aus besuchten wir die Weinbauzone Gattinara, wo wir von der Besitzerin des Weingutes Antionolo empfangen wurden. Sie führte uns zunächst in ihre Weinlagen, u.a. oberhalb des Ortes, wo sich innerhalb der Burgruine die Cru Lagen für einen ihrer besten Weine, den Le Castelle, befinden. Wie oftmals im Piemont, bestehen die Rotweine auch hier aus der Nebbiolo Rebe, woraus auch der berühmte Barolo gekeltert wird. Zum Abschluss unseres Besuchs konnten wird natürlich auch noch einige ihrer Weine verkosten.

Auf dem Weingut haben wir einen befreundeten Sommelier der AIS Ermann Mino getroffen. Mit ihm zusammen besuchten wir auch noch die Nachbarregion des Bramaterra und dabei das kleine renommierte Weingut von Odilio Antoniotti. Odilio nahm sich gerne persönlich für uns Zeit und führte uns zu seinem neu bepflanzten Weinberg, den er über 18 Jahre versuchte hatte, zu kaufen. Wie überall, sind natürlich die Weinbergslage und das Terroir wichtige Faktoren der Weinqualität. Neben Nebbiolo werden im Bramattera Gebiet, wie auch im Übrigen nördlichen Piemont, die Croatina und Vespolina Reben angepflanzt, die die Rotweine etwas weicher machen. Zurück im Weingut konnten wir natürlich auch den Bramattera des Weingutes zusammen mit der hauseigenen Salami probieren.  Wir erfuhren viel über die Region, die in früheren Zeiten wesentlich mehr Weinlagen umfasste. Erst in den letzten Jahren versuchen einige Winzer, diese Region wieder etwas auszubauen. Beim Weingut Antioniotti ist Sohn Mattia bereits mit in den elterlichen Betrieb eingestiegen und wird die Tradition fortführen. Wir wünschen viel Glück dazu und freuen uns, ihn wieder einmal besuchen zu dürfen.

Interessantes rund um das Thema Reisproduktion haben wir bei einer anschaulichen Führung durch das Agrarmuseum der Mulino San Giovanni in Fontanetto Po erfahren: wie funktioniert die Flutung der Ackerfläche durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem und wie lief die Reisernte in früheren Zeiten im Vergleich zu heute ab? All dies wurde uns durch Mauro Gardano sehr lebhaft erläutert und macht den vor Ort gekauften Reis zur Zubereitung eines leckeren Risottos umso wertvoller.

Passend zu unserem Besuch in der Reisregion des Piemonts hat die Allgemeine Zeitung in ihrer Osterausgabe einen Bericht über Novara und den dortigen Reisanbau veröffentlicht.

Zu Gast im Südtiroler Eisacktal

Dezember 20, 2018

Kurz vor Weihnachten war es wieder mal soweit: das Eisacktal ruft und eine koch- und weinbegeisterte Gruppe aus ganz Deutschland trifft sich im Romantikhotel Stafler. Dort werden wir, wie gewohnt, im familiengeführten Hotel verwöhnt und auch unser Kochkurs findet dort statt. Peter Girtler, Chefkoch im Hotel Stafler und seit 2015 u.a. mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet, nimmt sich die Zeit und begleitet uns durch den Kochkurs zum Thema „Weihnachtsmenü“. Nach einer kurzen Einweisung in der Restaurantküche warten dort bereits die bereitgelegten Zutaten auf uns. Wir beginnen mit Saibling, der zunächst filetiert werden muss und anschließend mit Avocado und Zitronengras weiterverarbeitet wird. Dann folgen selbsthergestellte Spinatravioli mit Parmesanespuma und Schnittlauchmayonnaise. Als Vorbereitung auf den Hauptgang erfahren wir viel Wissenswertes zur Zubereitung von Entenbrüsten, die später mit Hanf-Schüttelbrotkruste und Süßkartoffel serviert werden. Zum süßen Finale gibt es eine ausgefallene Komposition von Schokolade und Olivenöl mit Himbeere und Granatapfel. Selbstredend, dass wir das Menü nach getaner Arbeit in gemütlicher Runde umso mehr genießen, zumal es noch von hervorragenden Südtiroler Weinen begleitet wird.

Zur vorweihnachtlichen Einstimmung gehört natürlich auch der Besuch der lokalen Weihnachtsmärkte. Eine besondere Stimmung erfüllt den Markt der alten Domstadt Brixen. „Schön ruhig und beschaulich, fast etwas ungewohnt im Vergleich zu den Weihnachtsmärten in Deutschland“, bemerken einige Reiseteilnehmer. Am darauffolgenden Tag steht noch ein Besuch der Landeshauptstadt Bozen auf dem Programm und auf dem dortigen Markt empfängt uns bei strahlendem Sonnenschein eine quirlige Atmosphäre.

Natürlich gehören auch Winzer- und Produzentenbesuche zu unserem Reiseprogramm. So werden wir beispielsweise von Manni Nössing erwartet, sicherlich einem der Aushängeschilder in Bezug auf Weinbau im Eissacktal. Bei der Verkostung seiner Weißweine wird die hohe Kunst der Weinbereitung im Alpenraum deutlich. Aber auch Rotweine kommen nicht zu kurz: wobei sich ein Teil der Gruppe eher für die filigranen Blauburgunder des Weingutes Stroblhof begeistert, der andere Teil dagegen für die kräftigen Lagrein-Weine der Kellerei Terlan. Wie gut, dass das Weingut Carlotto beides in Perfektion anbietet, so dass dort jeder auf seine Kosten kommt!

Und wenn wir schon in Brixen sind, müssen wir natürlich auch dem Käseaffineur Hansi Baumgartner einen Besuch abstatten. Er versteht es wie kein zweiter, vielfältige Käsesorten mit außergewöhnlichen Zutaten zu veredeln und reifen zu lassen. Es ist jedes Mal ein wahrer Genuss, mit ihm oder seiner Frau Edith zu plaudern und dabei die eine oder andere Köstlichkeit zu probieren.

Die Reise ist eine schöne und – wie wir finden – passende Einstimmung auf die Weihnachtszeit und auch wenn das Weihnachtsfest 2018 gerade erst gewesen ist, so haben wir bereits die ersten Anmeldungen für den neuen Termin 2019. Denn da wir im letzten Jahr aufgrund der großen Nachfrage gar nicht alle Interessenten mitnehmen konnten, gilt es, sich die begehrten Plätze möglichst früh zu sichern. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

 

Emilia-Romagna – Genießerregion und Mekka für Automobilbegeisterte

Juni 28, 2018

Und wieder liegt eine genussvolle Erkundung der Emilia-Romagna hinter uns. Begleitet wurden wir diesmal von einer kochfreudigen Reisegruppe sowie dem bekannten Bremer Küchenchef und Patissier Peter Hauptmeier. Gemeinsam mit ihm besuchten wir den Mercato Albinelli in Modena, wo wir die Einkäufe zum Kochkurs erledigten. Dabei auch vielen Dank an Massimo, unseren Busfahrer, der uns beim „Aufspüren“ einzelner Zutaten eine große Hilfe war!

 

 

 

 

 

 

Bild: Peter Hauptmeier (links) mit Chefkoch Maurizio vom Relais Tabiano Castello

Als Bologneser kennt er sich in der Region natürlich hervorragend aus und führte uns neben den Programmpunkten unserer Reise beispielsweise auch in die Umgebung von Vignola, dem Ausgangspunkt der sogenannten „Wein- und Genießerstraße“, wo derzeit die Kirschernte der Duroni Kirschen in vollem Gange ist. Selbstreden, dass wir uns an den zahlreichen Verkaufsständen mit diesen schmackhaften Kirschen eingedeckt haben!

Während unseres Kochkurses mit Peter Hauptmeier, bei dem jeder tatkräftig mithelfen konnte, bereiteten wir folgendes Menü zu:

Thunfisch, Äpfel, Mandeln, Kirschtomaten, Mango

Grüner Spargel, Parmaschinken, Parmesan, Mozzarella, Balsamico

Safran-Risotto, Aprikosen, Steinpilze, Basilikum

Perlhuhn, Salbei, Pecorino, Kartoffeln, Kräutersauce, Paprika

Mohn, weiße Schokolade, Kirschen, Cappuccino-Eis

Zum Abschluss der Reise gab es für die automobilbegeisterten Teilnehmer auch die Möglichkeit, die Reise um einen Tag zu verlängern, was von einem großen Teil der Gruppe auch gerne angenommen wurde. Mit Begeisterung unternahmen wir im Maserati-Werk in Modena eine Werksführung, bei der uns viel über die gut 100jährige Firmengeschichte und den Ablauf der Produktionsprozesse des Sportwagenherstellers gezeigt wurde. Nach unserem dortigen Besuch machten wir noch einen Abstecher nach Reggio-Emilia, der Stadt, der die Italiener die Nationalfarben der italienischen Tricolore zu verdanken haben. Darüber hinaus hat die schöne Stadt auch herausragende Architektur des spanischen Stararchitekten Calatrava zu bieten, der den Fernbahnhof sowie eine futuristische, die Autobahn A1 querende Brücke, entworfen hat.

 

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einmal die schöne Altstadt von Parma, wo uns im historischen Zentrum unweit von Dom und Baptisterium im Ristorante Filoma ein leckeres Abschlussmenü erwartete. Chefkoch Alessandro hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen, und servierte uns u.a. ein mit Parmaschinken und Parmesan gefüllten Kalbsbraten an einer Soße aus Äpfeln und süßen Zwiebeln. Ein wahrlich gelungener Abschluss einer schönen Reise!

 

Bild: Dom zu Modena

Der „gelbe Wein“ aus dem Jura

Mai 6, 2018

Auch wenn wir meist in Italien unterwegs sind, so zieht es uns doch auch ab und zu in andere Länder. In einer Weinbar in Reims haben wir vor einigen Jahren Weine aus dem Jura kennengelernt. Deren Geschmack war im wortwörtlichen Sinne einzigartig und hatte uns sehr beeindruckt. Eine Reportage über das Jura in der Welt am Sonntag haben wir dann zum Anlass genommen, einen Ausflug ins Jura zu planen, um diese Gegend endlich einmal näher kennenzulernen.

Vor kurzem haben wir tatsächlich fünf Tage in der Region rund um Arbois verbracht und sind auf Entdeckungstour gegangen. Wie fast überall in Frankreich, spielt auch im Jura das Essen eine zentrale Rolle. Unzählige Restaurants der unterschiedlichsten Kategorien laden zum Genießen ein. Der auch bei uns bekannte Comté, ein mild-würziger Hartkäse, ist im Jura beheimatet und findet sich in vielen Gerichten wieder. Sehr beliebt ist zum Beispiel ein Käsefondue, das mit Comté zubereitet wird. Hauptgrund unserer Reise waren jedoch die Weine des Jura, die wir näher kennenlernen wollten. Beim Bummeln durch den Ortskern von Arbois findet man sehr viele Weingüter der Region wie beispielsweise das Demeter Weingut Domaine de la Pinte, die dort eine kleine Boutique betreiben und wo man die Weine natürlich auch verkosten kann. Man spart sich somit die Fahrt von einem Weingut zum nächsten, obwohl dies ja auch sehr viel Spaß macht.

Im Jura sind sehr viele autochtone Rebsorten beheimatet, die den Weinen einen ganz eigenen Charakter verleihen. Trousseau und Poulsard stehen für eher leichte bis mittelkräftige Rotweine, die oftmals mit Pinot Noir verschnitten werden. Bei den Weißweinen steht ganz klar der Savagnin im Mittelpunkt. Savagnin ist die Rebsorte des Vin Jaune – des gelben Weins, Spezialität und Aushängeschild der Region. Das Besondere am Vin Jaune ist die lange Reifezeit im Holzfass (mindestens 6 Jahre), bei dem ca. 40% des ursprünglichen Volumens verdunstet. Im Gegensatz zu anderen Weinen wird beim Vin Jaune nichts aufgefüllt, was zum einen den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt, zum anderen aber auch den ganz eigenen Geschmack dieses Weines ausmacht, der entfernt an Sherry erinnert.

Neben der Kulinarik ist natürlich aber auch die Landschaft des Jura einen Besuch wert. Pittoreske Bergdörfer, wie beispielsweise Baume-les-Messieurs mit seinem mittelalterlichen Kloster und dem spektakulären Wasserfall „cascades du hérisson“ mit seinen 31 Kaskaden laden zum Spazieren und Verweilen ein.

Friaul – unsere Neuentdeckung für Sie

August 17, 2017

Am Pfingstmontag starteten wir gemeinsam mit einer Gruppe schwäbischer Haupt- und Nebenerwerbswinzern in die nordostitalienische Weinbauregion des Friaul. Diese Region haben wir in den letzten Jahren kennen- und zu schätzen gelernt und möchten Sie unseren Gästen natürlich nicht vorenthalten. In diesem vornehmlich von hochwertigem Weißwein, wie Friulano, Malvasia aber auch Weiß- und Grauburgunder, dominierten Weinanbaugebiet besuchten wir verschiedene Winzer, die die Vielfalt der Region deutlich machen. Darüber hinaus lernten wir mit lokalen Führern auch die sehenswerte Stadt Udine sowie kulturell interessante Stätten wie Palmanova und Aquileia kennen. In San Daniele statteten wir selbstredend auch einem Produzenten des weit über die Grenzen des Friauls bekannten San Daniele Schinkens einen Besuch ab.

Geprägt ist diese schöne Region einerseits von schönen Küstenabschnitten des adriatischen Meeres bei Triest und dem Seebadeort Grado und den karnischen Voralpen als Grenze zu Österreich und Slowenien. Bedingt durch die Nähe und durch historische Entwicklungen finden sich selbstredend viele interessante Einflüsse der österreichischen und slowenischen Küche in den Gerichten wieder. Während unserer einwöchigen Reise waren wir in der nach unserem Empfinden schönsten Stadt des Friaul, in Udine zu Gast, von wo aus wir die Region und die Weinbauzonen des Collio, des Karst sowie der Colli Orientali näher erkundet haben. Namhafte Winzer wie beispielsweise Toros, Aquila del Torre und Kante standen auf dem Programm und jeder für sich wusste die Reiseteilnehmer mit seinem Können auf dem jeweiligen Weingut zu begeistern. Entwickelt war diese Reise speziell auf Kundenwunsch und deren Bedürfnisse, aber natürlich möchten wir die Vielseitigkeit der Region und die herrliche Landschaft – denn Collio bedeutet hügelige Landschaft – auch gerne mit weiteren Weinfreunden teilen.

Interessierten Gästen können wir vom 20.-24. September eine weitere Tour ins Friaul anbieten. In diese Reise ist auch ein Kochkurs integriert, bei dem wir mit Chefkoch Luca von der Osteria Villafredda die Spezialitäten der Region besser kennenlernen, die wir dann im Anschluss bei einem Degustationsmenü natürlich gemeinsam genießen können.

 

Abwechslungsreiches Sizilien – unsere Reise von Ost- nach Westsizilien

Juli 10, 2017

Mit einer Kleingruppe machten wir uns auf die Reise, die unglaubliche Vielfalt der Insel Sizilien zu entdecken. Nach unserer Ankunft am Flughafen Catania ging es direkt weiter nach Modica, unserem Quartier für die kommenden drei Tage. Modica, Unesco Weltkulturerbe, gehört mit Noto und Ragusa Ibla zu den drei bedeutsamsten Städten des sizilianischen Barocks. Von unserer lokalen Guide Graziella begleitet haben wir viel über die Städte und ihre besonderen Sehenswürdigkeiten erfahren. Doch Modica hat neben dem barocken Baustil noch etwas Besonderes zu bieten: Schokolade, die bereits spanische Einwanderer im 16. Jahrhundert in diese Region brachten und die nach alten Rezepten kalt gerührt und ohne die Zugabe von Milch hergestellt wird. Im Rahmen unserer kulinarischen Reise haben wir natürlich auch hierzu mehr erfahren und probiert…. Apropos probieren: zu den vielen Anziehungspunkten, die Modica zu bieten hat, gehört sicherlich auch das renommierte Sternerestaurant Accursio, wo wir an unserem Abschlussabend in Modica zu Gast waren. Nach der persönlichen Begrüßung durch Accursio folgte ein tolles Menü mit einer auf beste zusammengestellten sizilianischen Weinbegleitung.

Zu unseren gemeinsamen Tagen in und um Modica gehörten natürlich auch Weingutsbesuche, wie bspw. die „unsichtbare Kellerei“ Buonivini vom bekannten Weingut Planeta. Unsichtbar deshalb, da sie unterirdisch angelegt und anschließend mit Rebanlagen überdeckt wurde. Und auch das renommierte Amphoren-Weingut COS, wo der einzige lokale D.O.C.G. Rotwein -Siziliens Cerasuolo di Vittoria quasi in Perfektion erzeugt wird, stand auf unserem Programm. Da auf Sizilien bereits hochsommerliche Temperaturen herrschten, machten wir noch einen Abstecher an die langen Sandstrände rund um das Seebad Marina di Ragusa.

Der zweite Teil unserer Reise führte uns nach Westsizilien, in das Hotel und Bioweingut Baglio Donnafranca in der Nähe von Marsala, unsere Unterkunft für die weiteren Tage. Unterwegs legten wir noch einen Besichtigungsstopp im Tal der Tempel bei Agrigento ein. Die mächtigen Überreste antiker Tempel sind immer wieder ein faszinierender Anblick und lassen die Größe Siziliens zu Zeiten der griechischen Herrschaft in der Antike erahnen. In Westsizilien standen geführte Besuche in Marsala und den Salinen Ettore Infersa auf dem Programm, aber natürlich wurde auch der einladende Pool unseres Hotels zur Entspannung in Anspruch genommen. Weitere Stationen waren u.a. das Weingut Cantina di Legami, die Provinzhauptstadt Trapani und das etwas unterhalb von Palermo gelegene Castellammare del Golfo, wo bei unserem gemeinsamen Abendessen am lebhaften Hafen besonders die Freunde fangfrischen Fischs auf ihre Kosten kamen.

 Auf unserer Rückfahrt nach Catania machten wir noch kurz Station im Agriturismo Villa Cefalà bei Palermo, wo uns ein leckeres Mittagessen der regional sehr unterschiedlichen Küchen Siziliens erwartete. Diesen Tipp haben wir übrigens von unserem neuen Reisepartner und Feinkosthändler auf Sizilien Peter Junker erhalten, der interessierte Gäste in Deutschland gerne mit den guten Produkten der sizilianischen Landwirte und Winzer – hauptsächlich kleine Erzeuger – versorgt.

Die Woche auf Sizilien ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Und auch wenn wir in diesem Jahr im Osten und Westen zu Gast waren, haben wir längst nicht alles von dieser faszinierenden Insel und ihren kulinarischen Angeboten gesehen. Fazit: wir kommen definitiv wieder!

Prickelndes Jubiläum – der Champagner und die Champagne

Mai 20, 2017

Es gibt die schöne Redewendung „leben wie Gott in Frankreich“ – nach unserer Jubiläumsreise in die Champagne wissen wir auch warum! Während dieser 5 Tage haben wir es uns so richtig gut gehen lassen und die wunderschöne Region mit ihren unterschiedlichen Gesichtern besucht.

Fixpunkt unserer Reise war das Hotel Le Marius in Les Riceys, das uns gleich bei unserer Ankunft herzlich empfangen hat. Das Hotel ist in einem komplett sanierten ehemaligen Bauernhaus untergebracht, alle Zimmer sind mit Antiquitäten ausgestattet und die charmante Besitzerin versuchte, uns wirklich jeden Wunsch zu erfüllen.

Unseren ersten Champagner gab es als Aperitif zum Abendessen im Restaurant des Hotels. Das Restaurant besticht nicht nur durch seine besondere Atmosphäre im Gewölbekeller des Hauses sondern vor allem durch seine vorzügliche Küche. Tartar von der Lachsforelle, Zanderfilet, Haifischragout – wir hatten die Qual der Wahl, denn jedes Gericht war wirklich hervorragend. Während des Essens begleiteten uns die verschiedenen Champagner, die von der Familie der Hotelbesitzerin hergestellt werden. Jahrgangschampagner, ein Blanc de Blanc oder das Cuvée Prestige. Alle waren sie köstlich und bald hatte jeder seinen persönlichen Favoriten gefunden.

Der nächste Tag führte uns in die historische Hauptstadt der Champagne, nach Troyes. Unsere Stadtführerin Jacqueline führte uns durch die engen Gassen der Altstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern und lenkte unsere Blicke auf so manches Detail, das uns ohne sie sicher verborgen geblieben wäre. Nach der Besichtigung einer Käserei im nahegelegenen Chaource ging es dann wieder ans Genießen. Wir wurden vom Champagnerhaus Devaux zu einem exklusiven Degustationsmenü in den repräsentativen Räumlichkeiten der historischen Anlage von Devaux empfangen. Während verschiedener Gänge konnten wir erleben, wie gut die einzelnen Champagnertypen zu den eigens darauf abgestimmten Speisen passen und die Aromen sowohl des Essens als auch des Champagners zur Geltung bringen. Ein besonderer Abend, der vielen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen von Reims, der Hauptstadt der Champagne. Die Stadt ist natürlich das krasse Gegenteil von Troyes. War dort noch alles eher beschaulich, ist Reims eine typische französische Großstadt mit Prunkbauten, Boulevards und natürlich der alles überragenden Kathedrale. Nach der Stadtführung war es aber wieder der Champagner, der zu begeistern wusste. Der Besuch bei Pommery machte uns alle atemlos: zum einen durch die 116 Stufen, die in die Keller dieses traditionsreichen Champagnerhauses führen. Zum anderen aber natürlich durch die unvorstellbaren Kelleranlagen, die sich tief unter Reims befinden und eine Länge von insgesamt 18 Kilometern haben. Als Belohnung für den anstrengenden Treppenanstieg gab es dann noch 3 Champagner zu verkosten, darunter auch das Prestigeprodukt des Hauses: Cuvée Luise.

Am Tag darauf machten wir uns auf in Richtung Côte des Blancs / Vallée de la Marne und besuchten das

CChampagnerhaus Autreau-Lasnot.

Ganz im Gegensatz zu Pommery oder auch Devaux handelt es sich hier um einen Familienbetrieb und dementsprechend familiär ging es zu. Fabrice Autreau führte uns zuerst durch die Keller und Produktionsanlagen, bevor er und seine Frau dann die verschiedenen Champagner zur Verkostung ausschenkten.  Die Region ganz am westlichen Rand der Champagne gelegen ist Hauptanbaugebiet des Chardonnay und die Champagner zeigen eine ganz andere Stilistik als beispielsweise diejenigen der Winzerfamilie unseres Hotels. Gerade diese Vielfalt wollten wir mit unserer Reise zeigen und unseren Gästen die Gelegenheit geben, ihre Lieblingsgeschmacksrichtung zu entdecken. Die Anzahl der Kartons, die wir von unseren Besuchen bei den unterschiedlichen Champagnerwinzern mit zurück nach Hause gebracht haben, zeigt, dass wohl jeder etwas gefunden hat, was ihm schmeckt.