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Emilia-Romagna – Genießerregion und Mekka für Automobilbegeisterte

Juni 28, 2018

Und wieder liegt eine genussvolle Erkundung der Emilia-Romagna hinter uns. Begleitet wurden wir diesmal von einer kochfreudigen Reisegruppe sowie dem bekannten Bremer Küchenchef und Patissier Peter Hauptmeier. Gemeinsam mit ihm besuchten wir den Mercato Albinelli in Modena, wo wir die Einkäufe zum Kochkurs erledigten. Dabei auch vielen Dank an Massimo, unseren Busfahrer, der uns beim „Aufspüren“ einzelner Zutaten eine große Hilfe war!

 

 

 

 

 

 

Bild: Peter Hauptmeier (links) mit Chefkoch Maurizio vom Relais Tabiano Castello

Als Bologneser kennt er sich in der Region natürlich hervorragend aus und führte uns neben den Programmpunkten unserer Reise beispielsweise auch in die Umgebung von Vignola, dem Ausgangspunkt der sogenannten „Wein- und Genießerstraße“, wo derzeit die Kirschernte der Duroni Kirschen in vollem Gange ist. Selbstreden, dass wir uns an den zahlreichen Verkaufsständen mit diesen schmackhaften Kirschen eingedeckt haben!

Während unseres Kochkurses mit Peter Hauptmeier, bei dem jeder tatkräftig mithelfen konnte, bereiteten wir folgendes Menü zu:

Thunfisch, Äpfel, Mandeln, Kirschtomaten, Mango

Grüner Spargel, Parmaschinken, Parmesan, Mozzarella, Balsamico

Safran-Risotto, Aprikosen, Steinpilze, Basilikum

Perlhuhn, Salbei, Pecorino, Kartoffeln, Kräutersauce, Paprika

Mohn, weiße Schokolade, Kirschen, Cappuccino-Eis

Zum Abschluss der Reise gab es für die automobilbegeisterten Teilnehmer auch die Möglichkeit, die Reise um einen Tag zu verlängern, was von einem großen Teil der Gruppe auch gerne angenommen wurde. Mit Begeisterung unternahmen wir im Maserati-Werk in Modena eine Werksführung, bei der uns viel über die gut 100jährige Firmengeschichte und den Ablauf der Produktionsprozesse des Sportwagenherstellers gezeigt wurde. Nach unserem dortigen Besuch machten wir noch einen Abstecher nach Reggio-Emilia, der Stadt, der die Italiener die Nationalfarben der italienischen Tricolore zu verdanken haben. Darüber hinaus hat die schöne Stadt auch herausragende Architektur des spanischen Stararchitekten Calatrava zu bieten, der den Fernbahnhof sowie eine futuristische, die Autobahn A1 querende Brücke, entworfen hat.

 

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einmal die schöne Altstadt von Parma, wo uns im historischen Zentrum unweit von Dom und Baptisterium im Ristorante Filoma ein leckeres Abschlussmenü erwartete. Chefkoch Alessandro hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen, und servierte uns u.a. ein mit Parmaschinken und Parmesan gefüllten Kalbsbraten an einer Soße aus Äpfeln und süßen Zwiebeln. Ein wahrlich gelungener Abschluss einer schönen Reise!

 

Bild: Dom zu Modena

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Der „gelbe Wein“ aus dem Jura

Mai 6, 2018

Auch wenn wir meist in Italien unterwegs sind, so zieht es uns doch auch ab und zu in andere Länder. In einer Weinbar in Reims haben wir vor einigen Jahren Weine aus dem Jura kennengelernt. Deren Geschmack war im wortwörtlichen Sinne einzigartig und hatte uns sehr beeindruckt. Eine Reportage über das Jura in der Welt am Sonntag haben wir dann zum Anlass genommen, einen Ausflug ins Jura zu planen, um diese Gegend endlich einmal näher kennenzulernen.

Vor kurzem haben wir tatsächlich fünf Tage in der Region rund um Arbois verbracht und sind auf Entdeckungstour gegangen. Wie fast überall in Frankreich, spielt auch im Jura das Essen eine zentrale Rolle. Unzählige Restaurants der unterschiedlichsten Kategorien laden zum Genießen ein. Der auch bei uns bekannte Comté, ein mild-würziger Hartkäse, ist im Jura beheimatet und findet sich in vielen Gerichten wieder. Sehr beliebt ist zum Beispiel ein Käsefondue, das mit Comté zubereitet wird. Hauptgrund unserer Reise waren jedoch die Weine des Jura, die wir näher kennenlernen wollten. Beim Bummeln durch den Ortskern von Arbois findet man sehr viele Weingüter der Region wie beispielsweise das Demeter Weingut Domaine de la Pinte, die dort eine kleine Boutique betreiben und wo man die Weine natürlich auch verkosten kann. Man spart sich somit die Fahrt von einem Weingut zum nächsten, obwohl dies ja auch sehr viel Spaß macht.

Im Jura sind sehr viele autochtone Rebsorten beheimatet, die den Weinen einen ganz eigenen Charakter verleihen. Trousseau und Poulsard stehen für eher leichte bis mittelkräftige Rotweine, die oftmals mit Pinot Noir verschnitten werden. Bei den Weißweinen steht ganz klar der Savagnin im Mittelpunkt. Savagnin ist die Rebsorte des Vin Jaune – des gelben Weins, Spezialität und Aushängeschild der Region. Das Besondere am Vin Jaune ist die lange Reifezeit im Holzfass (mindestens 6 Jahre), bei dem ca. 40% des ursprünglichen Volumens verdunstet. Im Gegensatz zu anderen Weinen wird beim Vin Jaune nichts aufgefüllt, was zum einen den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt, zum anderen aber auch den ganz eigenen Geschmack dieses Weines ausmacht, der entfernt an Sherry erinnert.

Neben der Kulinarik ist natürlich aber auch die Landschaft des Jura einen Besuch wert. Pittoreske Bergdörfer, wie beispielsweise Baume-les-Messieurs mit seinem mittelalterlichen Kloster und dem spektakulären Wasserfall „cascades du hérisson“ mit seinen 31 Kaskaden laden zum Spazieren und Verweilen ein.

Friaul – unsere Neuentdeckung für Sie

August 17, 2017

Am Pfingstmontag starteten wir gemeinsam mit einer Gruppe schwäbischer Haupt- und Nebenerwerbswinzern in die nordostitalienische Weinbauregion des Friaul. Diese Region haben wir in den letzten Jahren kennen- und zu schätzen gelernt und möchten Sie unseren Gästen natürlich nicht vorenthalten. In diesem vornehmlich von hochwertigem Weißwein, wie Friulano, Malvasia aber auch Weiß- und Grauburgunder, dominierten Weinanbaugebiet besuchten wir verschiedene Winzer, die die Vielfalt der Region deutlich machen. Darüber hinaus lernten wir mit lokalen Führern auch die sehenswerte Stadt Udine sowie kulturell interessante Stätten wie Palmanova und Aquileia kennen. In San Daniele statteten wir selbstredend auch einem Produzenten des weit über die Grenzen des Friauls bekannten San Daniele Schinkens einen Besuch ab.

Geprägt ist diese schöne Region einerseits von schönen Küstenabschnitten des adriatischen Meeres bei Triest und dem Seebadeort Grado und den karnischen Voralpen als Grenze zu Österreich und Slowenien. Bedingt durch die Nähe und durch historische Entwicklungen finden sich selbstredend viele interessante Einflüsse der österreichischen und slowenischen Küche in den Gerichten wieder. Während unserer einwöchigen Reise waren wir in der nach unserem Empfinden schönsten Stadt des Friaul, in Udine zu Gast, von wo aus wir die Region und die Weinbauzonen des Collio, des Karst sowie der Colli Orientali näher erkundet haben. Namhafte Winzer wie beispielsweise Toros, Aquila del Torre und Kante standen auf dem Programm und jeder für sich wusste die Reiseteilnehmer mit seinem Können auf dem jeweiligen Weingut zu begeistern. Entwickelt war diese Reise speziell auf Kundenwunsch und deren Bedürfnisse, aber natürlich möchten wir die Vielseitigkeit der Region und die herrliche Landschaft – denn Collio bedeutet hügelige Landschaft – auch gerne mit weiteren Weinfreunden teilen.

Interessierten Gästen können wir vom 20.-24. September eine weitere Tour ins Friaul anbieten. In diese Reise ist auch ein Kochkurs integriert, bei dem wir mit Chefkoch Luca von der Osteria Villafredda die Spezialitäten der Region besser kennenlernen, die wir dann im Anschluss bei einem Degustationsmenü natürlich gemeinsam genießen können.

 

Abwechslungsreiches Sizilien – unsere Reise von Ost- nach Westsizilien

Juli 10, 2017

Mit einer Kleingruppe machten wir uns auf die Reise, die unglaubliche Vielfalt der Insel Sizilien zu entdecken. Nach unserer Ankunft am Flughafen Catania ging es direkt weiter nach Modica, unserem Quartier für die kommenden drei Tage. Modica, Unesco Weltkulturerbe, gehört mit Noto und Ragusa Ibla zu den drei bedeutsamsten Städten des sizilianischen Barocks. Von unserer lokalen Guide Graziella begleitet haben wir viel über die Städte und ihre besonderen Sehenswürdigkeiten erfahren. Doch Modica hat neben dem barocken Baustil noch etwas Besonderes zu bieten: Schokolade, die bereits spanische Einwanderer im 16. Jahrhundert in diese Region brachten und die nach alten Rezepten kalt gerührt und ohne die Zugabe von Milch hergestellt wird. Im Rahmen unserer kulinarischen Reise haben wir natürlich auch hierzu mehr erfahren und probiert…. Apropos probieren: zu den vielen Anziehungspunkten, die Modica zu bieten hat, gehört sicherlich auch das renommierte Sternerestaurant Accursio, wo wir an unserem Abschlussabend in Modica zu Gast waren. Nach der persönlichen Begrüßung durch Accursio folgte ein tolles Menü mit einer auf beste zusammengestellten sizilianischen Weinbegleitung.

Zu unseren gemeinsamen Tagen in und um Modica gehörten natürlich auch Weingutsbesuche, wie bspw. die „unsichtbare Kellerei“ Buonivini vom bekannten Weingut Planeta. Unsichtbar deshalb, da sie unterirdisch angelegt und anschließend mit Rebanlagen überdeckt wurde. Und auch das renommierte Amphoren-Weingut COS, wo der einzige lokale D.O.C.G. Rotwein -Siziliens Cerasuolo di Vittoria quasi in Perfektion erzeugt wird, stand auf unserem Programm. Da auf Sizilien bereits hochsommerliche Temperaturen herrschten, machten wir noch einen Abstecher an die langen Sandstrände rund um das Seebad Marina di Ragusa.

Der zweite Teil unserer Reise führte uns nach Westsizilien, in das Hotel und Bioweingut Baglio Donnafranca in der Nähe von Marsala, unsere Unterkunft für die weiteren Tage. Unterwegs legten wir noch einen Besichtigungsstopp im Tal der Tempel bei Agrigento ein. Die mächtigen Überreste antiker Tempel sind immer wieder ein faszinierender Anblick und lassen die Größe Siziliens zu Zeiten der griechischen Herrschaft in der Antike erahnen. In Westsizilien standen geführte Besuche in Marsala und den Salinen Ettore Infersa auf dem Programm, aber natürlich wurde auch der einladende Pool unseres Hotels zur Entspannung in Anspruch genommen. Weitere Stationen waren u.a. das Weingut Cantina di Legami, die Provinzhauptstadt Trapani und das etwas unterhalb von Palermo gelegene Castellammare del Golfo, wo bei unserem gemeinsamen Abendessen am lebhaften Hafen besonders die Freunde fangfrischen Fischs auf ihre Kosten kamen.

 Auf unserer Rückfahrt nach Catania machten wir noch kurz Station im Agriturismo Villa Cefalà bei Palermo, wo uns ein leckeres Mittagessen der regional sehr unterschiedlichen Küchen Siziliens erwartete. Diesen Tipp haben wir übrigens von unserem neuen Reisepartner und Feinkosthändler auf Sizilien Peter Junker erhalten, der interessierte Gäste in Deutschland gerne mit den guten Produkten der sizilianischen Landwirte und Winzer – hauptsächlich kleine Erzeuger – versorgt.

Die Woche auf Sizilien ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Und auch wenn wir in diesem Jahr im Osten und Westen zu Gast waren, haben wir längst nicht alles von dieser faszinierenden Insel und ihren kulinarischen Angeboten gesehen. Fazit: wir kommen definitiv wieder!

Prickelndes Jubiläum – der Champagner und die Champagne

Mai 20, 2017

Es gibt die schöne Redewendung „leben wie Gott in Frankreich“ – nach unserer Jubiläumsreise in die Champagne wissen wir auch warum! Während dieser 5 Tage haben wir es uns so richtig gut gehen lassen und die wunderschöne Region mit ihren unterschiedlichen Gesichtern besucht.

Fixpunkt unserer Reise war das Hotel Le Marius in Les Riceys, das uns gleich bei unserer Ankunft herzlich empfangen hat. Das Hotel ist in einem komplett sanierten ehemaligen Bauernhaus untergebracht, alle Zimmer sind mit Antiquitäten ausgestattet und die charmante Besitzerin versuchte, uns wirklich jeden Wunsch zu erfüllen.

Unseren ersten Champagner gab es als Aperitif zum Abendessen im Restaurant des Hotels. Das Restaurant besticht nicht nur durch seine besondere Atmosphäre im Gewölbekeller des Hauses sondern vor allem durch seine vorzügliche Küche. Tartar von der Lachsforelle, Zanderfilet, Haifischragout – wir hatten die Qual der Wahl, denn jedes Gericht war wirklich hervorragend. Während des Essens begleiteten uns die verschiedenen Champagner, die von der Familie der Hotelbesitzerin hergestellt werden. Jahrgangschampagner, ein Blanc de Blanc oder das Cuvée Prestige. Alle waren sie köstlich und bald hatte jeder seinen persönlichen Favoriten gefunden.

Der nächste Tag führte uns in die historische Hauptstadt der Champagne, nach Troyes. Unsere Stadtführerin Jacqueline führte uns durch die engen Gassen der Altstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern und lenkte unsere Blicke auf so manches Detail, das uns ohne sie sicher verborgen geblieben wäre. Nach der Besichtigung einer Käserei im nahegelegenen Chaource ging es dann wieder ans Genießen. Wir wurden vom Champagnerhaus Devaux zu einem exklusiven Degustationsmenü in den repräsentativen Räumlichkeiten der historischen Anlage von Devaux empfangen. Während verschiedener Gänge konnten wir erleben, wie gut die einzelnen Champagnertypen zu den eigens darauf abgestimmten Speisen passen und die Aromen sowohl des Essens als auch des Champagners zur Geltung bringen. Ein besonderer Abend, der vielen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen von Reims, der Hauptstadt der Champagne. Die Stadt ist natürlich das krasse Gegenteil von Troyes. War dort noch alles eher beschaulich, ist Reims eine typische französische Großstadt mit Prunkbauten, Boulevards und natürlich der alles überragenden Kathedrale. Nach der Stadtführung war es aber wieder der Champagner, der zu begeistern wusste. Der Besuch bei Pommery machte uns alle atemlos: zum einen durch die 116 Stufen, die in die Keller dieses traditionsreichen Champagnerhauses führen. Zum anderen aber natürlich durch die unvorstellbaren Kelleranlagen, die sich tief unter Reims befinden und eine Länge von insgesamt 18 Kilometern haben. Als Belohnung für den anstrengenden Treppenanstieg gab es dann noch 3 Champagner zu verkosten, darunter auch das Prestigeprodukt des Hauses: Cuvée Luise.

Am Tag darauf machten wir uns auf in Richtung Côte des Blancs / Vallée de la Marne und besuchten das

CChampagnerhaus Autreau-Lasnot.

Ganz im Gegensatz zu Pommery oder auch Devaux handelt es sich hier um einen Familienbetrieb und dementsprechend familiär ging es zu. Fabrice Autreau führte uns zuerst durch die Keller und Produktionsanlagen, bevor er und seine Frau dann die verschiedenen Champagner zur Verkostung ausschenkten.  Die Region ganz am westlichen Rand der Champagne gelegen ist Hauptanbaugebiet des Chardonnay und die Champagner zeigen eine ganz andere Stilistik als beispielsweise diejenigen der Winzerfamilie unseres Hotels. Gerade diese Vielfalt wollten wir mit unserer Reise zeigen und unseren Gästen die Gelegenheit geben, ihre Lieblingsgeschmacksrichtung zu entdecken. Die Anzahl der Kartons, die wir von unseren Besuchen bei den unterschiedlichen Champagnerwinzern mit zurück nach Hause gebracht haben, zeigt, dass wohl jeder etwas gefunden hat, was ihm schmeckt.

 

 

 

 

 

 

 

Auch in der Toskana gibt es immer wieder Neues zu entdecken

Mai 5, 2017

Unser Auftakt 2017 in Italien hatte es in sich! Wir hatten dieses Mal eine besonders weinlastige Tour zusammengestellt, da wir in 5 Tagen insgesamt 6 Weingüter in verschiedenen Zonen des Chianti Classico, Chianti Rufina, Colline Pisani und Colline Lucchesi besucht haben. Viele dieser Betriebe arbeiten biologisch bzw. biodynamisch und haben unserer Gruppe ein breites Spektrum ihres Könnens gezeigt. Für viele unserer Gäste war insbesondere der Besuch der renommierten Tenuta di Valgiano ein besonderer Höhepunkt der Reise. Das Weingut liegt in der DOC Zone um Lucca – die Colline Lucchese –, die bereits seit 1968 als DOC Bereich eingetragen ist. Neben den typischen toskanischen Reben wie Sangiovese, Canaiolo und Ciliegiolo findet man hier bedingt durch seine historischen Verbindungen zu Frankreich auch Merlot und Syrah in den Rebanlagen, die zu interessanten Cuvees ausgebaut werden. Im Rahmen eines Mittagsmenüs konnten wir verschiedene Jahrgänge probieren und beim Gang durch den Weinberg auch viel über die Weinbergspflege erfahren. Die historische Villa, von deren Terrasse man einen unvergleichlichen Blick über Weinberge bis hin nach Lucca hat, hat uns neben den wunderbaren Weinen besonders beeindruckt. Später dann in Lucca gewährte uns eine schöne Querverkostung in der traditionsreichen Weinhandlung Vanni kurze Eindrücke zu den Weinen von Montalcino, Montepulcliano, Carmignano, Bolgheri sowie in die Syrah Enklave um Cortona. Somit haben wir auch diesen Regionen der Toskana zumindest einen kurzen Besuch abgestattet.

Selbstverständlich durfte auch ein Bummel durch die verwinkelten Gassen Luccas nicht fehlen. Die Stadt konnte sich zum Glück noch viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahren. Eine komplett erhaltene Stadtmauer, die zum Flanieren einlädt, der Platz des antiken Amphitheaters mitten in der Stadt, schöne Geschäfte mit verlockenden Auslagen – hier fühlt man sich immer weit weg von Souvenirständen oder sonstigen Touristenfallen. Ein leckeres Abendessen in einer lokalen Osteria beendete einen erlebnisreichen Tag, sodass wir mit vielen Eindrücken wieder die Heimfahrt zu unserem Quartier im Chianti Rufina antreten konnten.

Natürlich bot auch das Chianti Classico Gebiet zwischen Siena und Florenz gelegen viele interessante Eindrücke mit den lokalen Winzern. Zwei von Ihnen, die Weingüter le Filigare und Candialle haben wir besucht und konnten uns von den hohen Qualitäten dieser kleinen Erzeuger überzeugen. Im Chianti waren selbstverständlich auch Zwischenstopps in Greve und Panzano in Chianti vorgesehen, kleine pittoreske Weinbaugemeinden, in denen sich verständlicherweise fast alles um Weinbau dreht. Und wer mochte, konnte in der Enoteca von Greve noch einige weitere Weine der Toskana verkosten, denn die originellen „Zapfstellen“ bieten hier unzählige Probiermöglichkeiten in allen Preiskategorien.

Unsere Unterkunft – das Agriturismo Colognole – war wieder einmal der perfekte Ausgangspunkt für alle unsere Unternehmungen und der große runde Tisch im Eingangs-bereich der Gästevilla war beliebter Treffpunkt für einen Schlummertrunk zum Abschluss unseres Tagesprogramms.

 

 

 

 

 

 

Unsere Saisoneröffnung 2017: Elsass -Südpfalz

April 4, 2017

Nein, es war kein Aprilscherz! Am 1. April starteten wir unser Jahresprogramm mit der Tagesfahrt Elsass – Südpfalz. Nach dem von vielen Gästen schon mit großer Vorfreude erwarteten 2. Frühstück führte uns unser erster Weingutsbesuch nach Ottrott. Diese Weinbaugemeinde an der elsässischen Weinstraße ist bekannt für seinen Rotwein, den „Rouge d’Ottrott“, der natürlich auch bei unserer Verkostung im Weingut Fritz Schmitt auf der Probeliste stand. Das Elsass ist normalerweise eher für Weißweine, wie Riesling und Gewürztraminer bekannt, doch dieser Rotwein aus der Pinot Noir Traube, der gerne auch einmal leicht gekühlt getrunken wird, ist wirklich eine Besonderheit und kam bei unseren Gästen auch sehr gut an.

Unsere Mittagspause verbrachten wir dann im nahegelegenen Obernai. Eine elsässische Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Zahlreiche Fachwerkhäuser in den fürs Elsass typischen Farben, unzählige Bistros, Patisserien und Feinkostgeschäfte luden zum Bummeln ein und ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Am Nachmittag erwartete uns dann Sven Klundt vom gleichnamigen Weingut vor den Toren von Landau. Wir hatten das Elsass inzwischen schon wieder verlassen und starteten unsere zweite Weinprobe an einem Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über die umliegenden Weinberge. Bei strahlendem Sonnenschein hatte Sven Klundt zahlreiche Informationen zu seinen Weinen, den Besonderheiten der verschiedenen Böden und der Philosophie seiner Weinbereitung parat. Und seine Weine wussten ebenfalls zu begeistern. Hier war es besonders interessant, die Rieslinge mit den elsässischen Rieslingen am Vormittag zu vergleichen. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie unterschiedlich ein und dieselbe Rebsorte in den verschiedenen Regionen mit ihrem ganz eigenen Terroir schmecken kann.

Der Ausklang des Tages fand dann in Landau in der Weinstube „Zur Blum“ statt. Alleine schon die Lage in dem historischen Frank-Loebschen-Haus ist wirklich unvergleichlich und Pfälzer Spezialitäten, wie natürlich Saumagen, Bratwurst oder aber auch ein schmackhafter Rollbraten der Landmetzgerei Kieffer  machten Lust auf ein Wiedersehen.