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Der „gelbe Wein“ aus dem Jura

Mai 6, 2018

Auch wenn wir meist in Italien unterwegs sind, so zieht es uns doch auch ab und zu in andere Länder. In einer Weinbar in Reims haben wir vor einigen Jahren Weine aus dem Jura kennengelernt. Deren Geschmack war im wortwörtlichen Sinne einzigartig und hatte uns sehr beeindruckt. Eine Reportage über das Jura in der Welt am Sonntag haben wir dann zum Anlass genommen, einen Ausflug ins Jura zu planen, um diese Gegend endlich einmal näher kennenzulernen.

Vor kurzem haben wir tatsächlich fünf Tage in der Region rund um Arbois verbracht und sind auf Entdeckungstour gegangen. Wie fast überall in Frankreich, spielt auch im Jura das Essen eine zentrale Rolle. Unzählige Restaurants der unterschiedlichsten Kategorien laden zum Genießen ein. Der auch bei uns bekannte Comté, ein mild-würziger Hartkäse, ist im Jura beheimatet und findet sich in vielen Gerichten wieder. Sehr beliebt ist zum Beispiel ein Käsefondue, das mit Comté zubereitet wird. Hauptgrund unserer Reise waren jedoch die Weine des Jura, die wir näher kennenlernen wollten. Beim Bummeln durch den Ortskern von Arbois findet man sehr viele Weingüter der Region wie beispielsweise das Demeter Weingut Domaine de la Pinte, die dort eine kleine Boutique betreiben und wo man die Weine natürlich auch verkosten kann. Man spart sich somit die Fahrt von einem Weingut zum nächsten, obwohl dies ja auch sehr viel Spaß macht.

Im Jura sind sehr viele autochtone Rebsorten beheimatet, die den Weinen einen ganz eigenen Charakter verleihen. Trousseau und Poulsard stehen für eher leichte bis mittelkräftige Rotweine, die oftmals mit Pinot Noir verschnitten werden. Bei den Weißweinen steht ganz klar der Savagnin im Mittelpunkt. Savagnin ist die Rebsorte des Vin Jaune – des gelben Weins, Spezialität und Aushängeschild der Region. Das Besondere am Vin Jaune ist die lange Reifezeit im Holzfass (mindestens 6 Jahre), bei dem ca. 40% des ursprünglichen Volumens verdunstet. Im Gegensatz zu anderen Weinen wird beim Vin Jaune nichts aufgefüllt, was zum einen den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt, zum anderen aber auch den ganz eigenen Geschmack dieses Weines ausmacht, der entfernt an Sherry erinnert.

Neben der Kulinarik ist natürlich aber auch die Landschaft des Jura einen Besuch wert. Pittoreske Bergdörfer, wie beispielsweise Baume-les-Messieurs mit seinem mittelalterlichen Kloster und dem spektakulären Wasserfall „cascades du hérisson“ mit seinen 31 Kaskaden laden zum Spazieren und Verweilen ein.

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